hegewald172. Intern Hegewald Freising

Im Jahr 2005 veranstaltete der Verein Deutsch-Drahthaar seine überregionalen Großveranstaltungen, die Zucht, Führung und Öffentlichkeitsarbeit für den beliebten drahthaarigen Allrounder wesentlich prägen, im Süden der Republik.
Die Gruppe Südbayern lud zur 72. Internationalen Hegewald-Zuchtprüfung in die Reviere um Freising ein.



3er bildJede „Hegewald“ ist ein kynologisches Ereignis, das weit über die Grenzen Deutschlands hinaus Beachtung findet: Wo sonst stellen sich mehr als 200 vielseitige Jagdhunde im ersten Feld – ausgewählt nach Prinzipien der Leistung und der äußeren Erscheinung – der Bewertung von über 150 erfahrenen Richtern aus ganz Deutschland, aus Europa und Übersee?
240 DD waren zur diesjährigen „Hegewald“ gemeldet worden, 219 stellten sich letztlich der anspruchsvollen Prüfung und kamen aus allen Herrenländern wie z.b. aus Amerkia, Canada, Italien, Spanien, Frankreich, Holland, Deutschland sogar von Neuseeland und wurden auf ihre Anlagen auf hohem Niveau geprüft.

Für die Führer und ihre drahthaarigen Jagdbegleiter bedeutete dies an einem Tag Feldarbeit, am anderen Wasserarbeit und Zuchtschau. Dem Sinn einer Anlagenprüfung entsprechend, stellt bei der Feldarbeit die Prüfung auf der Hasenspur ein wichtiges Prüfungsfach dar. Hier kann der Hund Folgedrang, Spurwillen, Spursicherheit und nicht zuletzt bei schwierigen klimatischen Bedingungen und wechselnder Bodenbeschaffenheit auch Nasenleistung zeigen. Für den Deutsch-Drahthaar ist die Arbeit auf der Spur ein traditionsreicher Eckpunkt auf dem züchterischen Weg zum „Hund der Folge“, zum Verlorenbringer, zum Hund nach dem Schuß, der krankes Wild von seine Leiden erlöst. Allerdings gehören in das komplexe Anlagepotential des DD ebenso die Führigkeit und die Vorstehanlage, die den DD befähigen vor dem Schuß mit seinem Führer zusammenzuarbeiten, ihm Wild zu zeigen, ihn zum jagdlichen Erfolg kommen zu lassen. Hohe züchterische Kunst ist es, diese widerstreitenden Verhaltensweisen zu einem Ausgleich zu bringen, damit die gesamten genetisch verankerten Fähigkeiten für die praktische Jagd genutzt werden können. In den südbayerischen Wasserrevieren konnte jeder DD seine Selbständigkeit und Härte bei der Verfolgung der geflügelten Ente zeigen. Breite Schilfgürtel boten der Ente jede nur erdenkliche Fluchtmöglichkeit und dem Hund die Möglichkeit, seine Fähigkeit für die praktische Jagd zu demonstrieren, letztlich das kranke Wild zur Strecke zu bringen. Hinzu kamen breite Wasserflächen, die der Hund überqueren mußte, und so gab es viele Arbeiten im Wasser, bei denen Folgedrang, Passion und Durchhaltewille zu herausragenden Leistungen führten, die dem verantwortungsbewußten Jäger vor Augen führten, daß er auf einen Jagdgebrauchshund, der krankes Wild kompromißlos verfolgt, nicht verzichten kann. DSC00230weber

 

 

 

 

 

 

 

Nach zwei anstrengenden Prüfungstagen fanden sich die Richter zur Richterbesprechung ein, während sich so mancher Führer im „Hegewaldtreff“ bei einem kühlen Weizen von den Strapazen erholte und in zahlreichen Gesprächen und Schilderungen die Ereignisse der Prüfung Revue passieren ließ.
Insgesamt konnten 200 DD die Hegewald-Zuchtprüfung bestehen, 10% der angetretenen Hunde waren den anspruchsvollen Bedingungen also nicht gewachsen.

Aus der Gruppe Saarland waren 7 Hunde gemeldet 6 davon haben die Prüfung erfolgreich bestanden. Ein Hund wurde von einem Ersatzführer begleitet. Der Hundeführer Werner Kurz erlitt vierzehn Tage zuvor bei der HZP am Michelbachweiher bei der Arbeit an der lebenden Ente einen Herzinfarkt und verstarb noch am selben Tag an den Folgen des Herzinfarktes.
Die Hündin hat mit ihrem Ersatzführer eine beachtliche Leistung erbracht, Platz 124 mit 220,5 Punkten. Das beste Ergebnis erzielte der alte Routinier Hugo Ruppenthal, der mit seinem DD Aron vom Bollenbachtal auf den 21. Platz mit 235 Punkten, kam und somit seine gute Form als Suchensieger bei der Jugendsuche und bei der HZP bestätigte. Urusla Weber und der Jutta vom Falkenberg Platz 150 mit 215,5 Punkten, Erstlingsführer Thomas Wollin und sein Rüde Amabile vom Himmelwald Platz 159 mit 212 Punkten, Holger Balmes und Jill vom Falkenberg Platz 184 mit 203,5 Punkten, Ingo Graf v. Bredow und Farah II vom Hubwald Platz 193 mit 192 Punkten.
gruppenbild
             
VL: Thomas Wollin, Stefan Klein, Hugo Ruppenthal, Ursula Weber, Holger Balmes

 

 

 

Hegewald 2005